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Im Jahr 1477, knapp 240 Jahre nach der Stadtgründung, stiftete der württembergische Graf Eberhard im Bart die Universität mit dem Wahlspruch "Attempto - ich wag`s". Seit dem sind viele berühmte Persönlichkeiten aus ihr hervorgegangen.
In dem neunseitigen Stern-Artikel vom 15. April 2004, in dem die Eberhard Karls Universität Tübingen vorgestellt wird, heißt es:
Vorlesung
„Tübingen besticht vor allem durch starke Forschungsleistungen. Gute Noten erhalten die Naturwissenschaften Medizin, Biologie, Pharmazie, Chemie, Mathe, Informatik; aber auch die Geisteswissenschaften Germanistik, Geschichte, Erziehungswissenschaften und Politik liegen in der Forschung ganz vorn. Das ist ungewöhnlich für deutsche Unis. Tübingen hat gleich zehn Leuchttürme.... Kluge Köpfe ziehen kluge Köpfe an.
Universitätsbibliothek Altbau
Von dieser Magnetwirkung hat Tübingen häufig profitiert. Größen wie Kepler, Hegel, Schelling und Hölderlin lebten im Evangelischen Stift, der Kaderschmiede der schwäbischen Kirche. Auch nach 1945 kamen die Besten, denn Tübingen hatte den Krieg fast ohne Zerstörung überstanden. Die klugen Köpfe suchten die heil gebliebenenen Bücher und Labore: der Philosoph Ernst Bloch, der Politologe Theodor Eschenburg oder der Chemiker Alfred Butenandt, der später das erste Institut für Biochemie gründen sollte.
Eine der 17 uni-assoziierten Kliniken
'In Tübingen waren immer sehr viele interessante Leute auf sehr engem Raum zusammen', sagt der emeritierte Rhetorikprofessor Walter Jens. 'Man konnte immer von herausragenden Persönlichkeiten lernen.' Keine zwei Minuten von Jens entfernt wohnt Hans Küng. Gemeinsam bauten die beiden streitbaren Intellektuellen das Studium generale auf - Vorlesungen, die sich an Studenten aller Disziplinen wenden. Und zwar lange bevor das Wort 'interdisziplinär' Mode wurde. Jügen Hambrecht, heute Chef des Chemiekonzerns BASF, erinnert sich, wie er als Chemiestudent in Vorlesungen des Studium generale pilgerte. 'Man konnte über den eigenen Tellerrand hinausgucken'.”
Lesesaal
Die Zahlen: 24.000 Studierenden, verteilt auf 14 Fakultäten mit über 70 Studiengängen, stehen 175 Gebäude und 100 Institutsbibliotheken zur Verfügung. 10.000 Beschäftigte, 450 Professoren und 2000 Wissenschaftler sichern die Qualität von Forschung und Lehre.